Meine Heldenreise – Teil 2
Meine Heldenreise – Teil 2

Meine Heldenreise – Teil 2

Meine Heldenreise zum Bewusstsein – Teil 2

6. Der Held wird vor erste Bewährungsproben gestellt und trifft dabei auf Verbündete und Feinde („Bewährungsproben“).

→ Für mich war die Bewährungsprobe: Wie wende ich das Gelernte im Alltag an und wie lange kann ich die im Seminar aufgebaute Energien halten? Ich möchte das am folgenden Beispiel erläutern und vielleicht ergeht es Dir manchmal auch so: Du kommst aus dem Seminar, bist von diesen total begeistert, fast schon euphorisch. Schließlich willst Du gleich in die Umsetzung gehen. Und dann klappt irgendetwas nichts, wie man sich das wünscht. Oder stellen sich gar unerwartete Hindernis in Deinem Weg? Schleicht sich der Alltag allmählich wieder ein? Bei mir waren es die „alten“ Emotionen und Muster, die mich aus meiner Begeisterung für das Bewusstsein herausgerissen haben. Logischerweise habe ich oft noch die alten Muster gespielt, da die Entwicklung ein Prozess ist. Und das dürfen wir für uns annehmen. Diese Gewohnheiten versuchen, uns immer wieder zum alten Leben zu verführen

 

Einen kleinen Einschub:
Einen großen Fehler, den ich beging, war es andere bekehren zu wollen. Ich erzählte meinen Freunden von dem Seminar und was ich da erfahren hatte. Nicht jeder fängt damit was an. Nicht jeder versteht es, was ich eigentlich erzählen will. So passierte es, dass einige das Gesagtes in dem falschen Hals bekamen. Daraus erkannte ich: niemals ungefragt anderen, was von solch Potenziel lebensveränderten Seminaren erzählen.

Wie der andere die Informationen aufnimmt, hängt nicht nur von dem aktuellen Bewusstsein des Zuhörers ab, sondern auch, in welcher Schwingung der Überbringer der Nachricht ist. Wird aus der Wahrhaftigkeit gesprochen, dann kann der Gegenüber es ganz anders aufnehmen, als wenn es aus einem besserwissenden Ego heraus passiert.

Verbündete und Feinde: Hier würde ich im übertragenen Sinne die Unterstützer und die Skeptiker sehen. Die Unterstützer bringen Dich weiter, ermutigen und finden den Weg gut. Wenn andere Menschen selbst nicht den Mut zur Veränderung haben, lieber im sicheren Hafen bleiben, dann passiert es mitunter, dass sie dir auch keine Veränderung wünschen. Das sind für mich die Skeptiker. Sie finden 100 Gründe, warum der von Dir eingeschlagene Weg, die Du folgst, nicht klappt. Oder weil sie Deine Vision sich selber nicht vorstellen können, bremsen sie ich Dich einfach verbal aus.

Bei mir gab Leute von beiden Kategorien. Da ich den Fehler machte, andere Begehren zu wollen, war die Zahl der Skeptiker ziemlich hoch. Aber das beirrte mich nicht. Ich folgte meinem Weg zum Schöpfersein.

7. Nun dringt er bis zur tiefsten Höhle, zum gefährlichsten Punkt, vor und trifft dabei auf den Gegner („Vordringen zum empfindlichsten Kern“).

– Gefährlichster Gegner? Mein gefährlichster Gegner würde ich mein altes „ICH“, meine alten Gewohnheiten und mein Verstand bezeichnen. Das alte „Ich“ mit seinen ganzen Gewohnheiten will mich in die Geborgenheit des altbekannten, das scheinbar Wohlbehütete, dass Bekannte, halten. Zusätzlich säht der Verstand Zweifel, hält fest und redet das Neue nieder.

Meine tiefste Höhle würde ich die Konfrontation mit meinem eigenen Mustern, Traumata, Erinnerungen oder negative Emotionen sehen. Wenn mir diese Sachen bewusst werden, kann zu weilen sehr schmerzhaft sein. Hole ich es in meinem Bewusstsein, kann die Transformation, die Veränderung starten. Hier haben mir die zahlreichen Gespräche mit Gleichgesinnten, Heiler Ausbildungen und Beratungsgespräche geholfen. Mit Hilfe der anderen und dem erworbenen Wissen konnte ich für viele alte Sachen transformieren.

8. Hier findet die entscheidende Prüfung, die Feuerprobe statt: Konfrontation und Überwindung des Gegners („Entscheidende Prüfung“).

– Siehe Punkt 7. Das Transformieren des Alten und dadurch sich immer wieder für das bewusste schöpferischen Sein, sich ein neues Leben zu entscheiden, ist für mich die alltägliche Prüfung. Die Feuerprobe das Anwenden im Alltag.

Dabei überwinden wir unsere Gewohnheiten, der Verstand wird sich nach der Zeit zu unseren Gunsten drehen. Wir lernen neue Menschen kennen, die in derselben Schwingung sind und das Bewusstsein dafür geöffnet haben. Wiederum andere Menschen werden aus unserem Leben gehen. Sie passen einfach nicht mehr zu Deiner Schwingung.

9. Der Held kann sich nun des „Schatzes“ oder des „Elixiers“ (konkret: ein Gegenstand oder abstrakt: besonderes, neues Wissen und seelische Reifung des Selbsts) bemächtigen („Belohnung“).

– Der Schatz, mein Elixier ist die Erkenntnis und die Erinnerung an mein Schöpfersein, dass Bewusstwerden darüber. Wenn ich in der Bewusstheit bin, dass ich der Schöpfer bin, kann ich mein Leben selbstverantwortlich gestalten und kreieren. Mit dem transformeiren der alten Muster ändert sich automatisch mein Verhalten. Ich werde nicht mehr so oft getriggert. Bin nicht mehr so stressanfällig, reagiere weniger auf Beleidigungen oder empfinde eintreffende Ereignisse neutraler oder positiver als früher.

10. Er tritt den Rückweg an, während dessen es zu seiner Auferstehung (Resurrektion) aus der Todesnähe kommt („Rückweg“ und „Auferstehung“).

11. Der Feind ist besiegt, das Elixier befindet sich in der Hand des Helden. Er ist durch das Abenteuer zu einer neuen Persönlichkeit gereift („Wandel des Selbst (Individuation)“).

12. Das Ende der Reise: Der Rückkehrer wird zu Hause mit Anerkennung belohnt.

– Zusammenfassen für die Station 10,11,12 der Reise, würde ich folgende Analogie vorschlagen:

Ich kehre zurück. Ich kehre zu meinem wahren Selbst zurück, denn ich habe erkannt, wer ich bin. Die falschen angelernten Glaubenssätze, die Traumata, der triste Alltag ist besiegt. Wenn mich auf das Schöpfersein voll einlasse, werden uns anerkennende Worte entgegengebracht. Ich spreche aus Erfahrung, denn einige Freunde bemerkten positiv mit der Zeit meine Veränderung. Ich darf mir selbst auf die Schulter klopfen und für das, was ich bin, in der eigenen Liebe und Anerkennung sein. Die Belohnung ist ein eigenverantwortlicheres Leben, in dem ich nicht mehr Spielball des Außens bin. Ich kann meine Realität, meine Leben Selbstbestimmten. Natürlich rutsche ich auch heute noch in alte Muster, Emotionen zurück. Allerdings können diese immer schneller erkannt und transformiert werden. Mit meiner Schöpferkraft kann ich das Leben für mich immer mehr gestalten. Ich erschaffe für mich immer mehr Geschenke des Alltags. Mit Interesse verfolge ich das den Weg des Schöpfersseins weiter. Es geht sogar so weit, dass ich mich traute, meinen gut bezahlten Job aufzuhören und mich beruflich auf ganz neue Wege aufmache.

Meine Heldenreise zu meinen Bewusstsein geht also weiter!

Kapitel 3 Definition

Wie angekündigt habe ich anbei die Definition der Heldenreise für den Leser aus Wikipedia angefügt:

Der Zyklus der Heldenreise nach Vogler

Christopher Vogler entwarf diesen Weg des Helden als Anleitung für Drehbuchautoren, welche insbesondere in Hollywood Beachtung findet. Sein Konzept basiert auf dem von Joseph Campbell entworfenen Modell und den Implikationen der Tiefenpsychologie Carl Gustav Jungs.[15]

13. Ausgangspunkt ist die gewohnte, langweilige oder unzureichende Welt des Helden („Gewohnte Welt“).
14. Der Held wird von einem Herold zum Abenteuer gerufen („Ruf des Abenteuers“).
15. Diesem Ruf verweigert er sich zunächst („Weigerung“).
16. Ein Mentor überredet ihn daraufhin, die Reise anzutreten, und das Abenteuereginnt („Begegnung mit dem Mentor“).
17. Der Held überschreitet die erste Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt („Überschreiten der ersten Schwelle“).
18. Der Held wird vor erste Bewährungsproben gestellt und trifft dabei auf Verbündete und Feinde („Bewährungsproben“).
19. Nun dringt er bis zur tiefsten Höhle, zum gefährlichsten Punkt, vor und trifft dabei auf den Gegner („Vordringen zum empfindlichsten Kern“).
20. Hier findet die entscheidende Prüfung, die Feuerprobe statt: Konfrontation und Überwindung des Gegners („Entscheidende Prüfung“).
21. Der Held kann sich nun des „Schatzes“ oder des „Elixiers“ (konkret: ein Gegenstand oder abstrakt: besonderes, neues Wissen und seelische Reifung des Selbsts) bemächtigen („Belohnung“).
22. Er tritt den Rückweg an, während dessen es zu seiner Auferstehung (Resurrektion) aus der Todesnähe kommt („Rückweg“ und „Auferstehung“).
23. Der Feind ist besiegt, das Elixier befindet sich in der Hand des Helden. Er ist durch das Abenteuer zu einer neuen Persönlichkeit gereift („Wandel des Selbst (Individuation)“).
24. Das Ende der Reise: Der Rückkehrer wird zu Hause mit Anerkennung belohnt.[16][17]

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise#Der_Zyklus_der_Heldenreise_nach_Vogler

Fußnoten:
15: Christopher Vogler: Die Odyssee der Drehbuchschreiber, Romanautoren und Dramatiker. Mythologische Grundmuster für Schriftsteller. Autorenhaus, Berlin 2018, ISBN 978-3-86671-147-1
16: Christopher Vogler: Die Odyssee der Drehbuchschreiber, Romanautoren und Dramatiker. Mythologische Grundmuster für Schriftsteller. Autorenhaus, Berlin 2018, ISBN 978-3-86671-147-1, S. 45.
17: Kirsten Dietrich: Fantasy als Religion. Heldenreise zur Erlösung. 1. Januar 2017, Deutschlandfunk Kultur – Religionen ([2] auf deutschlandfunkkultur.de)

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