Mut für sich selber aufbringen.
Mut für sich selber aufbringen.

Mut für sich selber aufbringen.

Einleitung:

Dieser Text wurde in 2019/2020 beschrieben. Warum 2019/2020? Die Details sind in der Anmerkung am Ende des Textes zu finden.

Heute habe ich durch Zufall, einen alten längst vergessenen Text gefunden. Beim Lesen des Textes habe ich viel geschmunzelt. In diesem Text geht es darum, bereits für die „kleinen“ Dingen des Alltags den Mut zu habe für sich selber einzustehen. Als ich diesen Text 2019 geschrieben habe, war ich noch bei Siemens. Damals ging ich zum Mittagessen oft in die Kantine. Daraus ergab sich die folgende Geschichte, bei der ich lustige Erkenntnisse hatte. Los geht’s:

Text:

Oft in den Seminaren und Webinaren gefragt: Was bedeutet Mut zu sich und für sich selbst zu haben? Mut zu seinem Leben zu haben? Mut zum Reichtum, zu seinem Reichtum? Ich hatte bis vor kurzem noch wage Ideen dazu, was es bedeuten würde, Mut zu sich zu haben.

Durch eine lustige Erfahrung habe ich doch eine Ahnung bekommen, was Mut zu sich selber bedeuten könnte.

Ich war in unsere Kantine essen. Es gibt die „normale“ Kantine und die etwas bessere aber auch teuere Kantine. In der besseren Kantine sieht man, dass die Gerichte frisch zubereitet sind, sie sehen nicht nur frische und besser aus, sie schmecken auch noch besser. Es hat damals ziemlich lange gedauert, bis ich zur besseren Kantine gewechselt bin. Es war mir irgendwann wert, mir besseres Essen zu leisten, auch wenn ich dafür mehr zu bezahlen hatte.

Auch diesmal habe ich eine sehr leckeres und das teuersten Gericht an diesem Tag ausgesucht. Es war Fisch mit Kartoffeln und Gemüse. Ich saß am Platz, freudig das Essen zu verspeisen. Dann merkte ich, es war lauwarm bis kalt. So ein tolles Essen, es hat so viel gekostet und dann kalt? Mir gingen verschiedene Gedanken durch den Kopf. Esse ich einfach weiter (es schmeckte ja gut, war aber kalt) oder bringe ich es zurück und lasse mir einen neuen Teller geben. Die Gedanken begleiteten mich das ganze Essen. Ich wog ab, malte mir Szenarien aus, was die anderen denken, ob es klappt, etc.. Durch die Gedanken und das Abwägen konnte ich das Essen auch nicht wirklich genießen.

Das ging eine Weile so, bis ich mich dazu entschlossen habe, einfach nicht hinzugehen. Also verspeiste ich weiterhin unzufrieden mein Essen.

Später wurde mir bewusst, dass ich in diesem Moment nicht zu mir selber stand und auch kein Mut aufgebracht habe, für mich das Essen zu bekommen, was mir entspricht. Wenn ich einfach selbstverständlich hingegangen wäre, wäre dies das Normalste der Welt gewesen und hätte einen neuen Teller bekommen. So hatte ich dann auch ein Einblick, eine Facette wahrgenommen, was es heißt, für sich Mut aufzubringen.

Jetzt gerade kann ich auch mit der Erkenntnis mal drüber reflektieren: 

Wo bringe ich noch mein Mut nicht auf, um für mich einzustehen? Arbeits-, Freunde und Familien Umfeld? Und im welchen Alltagssituation?

Anmerkung: 

Von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 habe ich an einem Projekt mitgewirkt. Es ging darum, Texte, aus dem Sein‘s heraus zu schreiben und online in eine Art „Buch“ zu veröffentlichen. Die Energien der Autoren sollten durch die Texte transportiert und für den Leser stets aktuell sein.

Durch das Projekt entdeckte ich Freude und meine Kreativität am Schreiben. Ich fand immer mehr Spaß daran, meine Wahrnehmungen und Erlebnisse schriftlich darzulegen. Das Projekt schlief schnell wieder ein. Aber wer weiß, ob ich ohne dieses Projekt jemals „Zeitenbewusstsein“ gemacht hätte, oder gar den Podcast?

Natürlich habe ich die von mir geschriebenen Texte aufgehoben. Nun hatte ich schon seit längerer Zeit den Gedanken, diese Texte auch hier zu veröffentlichen. Denn vielleicht sind die Texte und die dahinterliegenden Energien auch heute noch aktuell? Aber das zu beurteilen, möchte ich gern euch liebe Leser selbst überlassen. Die Texte sind nicht überarbeitet oder aktualisiert. Lediglich grobe Rechtschreibfehler habe ich angepasst, der textliche Inhalt ist aber der gleiche.

 

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