Altes Ich vs. Mein Neues Sein
Altes Ich vs. Mein Neues Sein

Altes Ich vs. Mein Neues Sein

Es schien ein perfekter Samstag zu werden. Es war um die Mittagszeit. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon ein sehr schönes und tiefes Gespräch mit meiner Freundin, hatte alten Krempel aussortiert und entsorgt, hatte eine größere Aufgabe für meine Ziele abgearbeitet und hatte ein sehr leckeres Frühstück.
Ich wollte noch an diesem Wochenende etwas für meine Coachingausbildung machen und wollte noch eine Datenbank in Access erstellen. Aber bevor ich mich diesen Aufgaben widmen sollte, wollte ich noch etwas Obst und Gemüse und noch andere Kleinigkeiten für mein morgiges Mittagessen einkaufen.


Also schnappte ich mir meinen Rucksack, haute mir Musik auf den Ohren und setzte meine Sonnenbrille auf. So ging ich also noch spazieren, bevor ich zum Gemüsestand ging und etwas Obst einkaufte. Danach noch schnell zum Bioladen, um an das Gemüse zu kommen. Aber es fehlt immer noch was. In der Nähe war noch der Handelshof, wo ich die restlichen Sachen besorgen würde. Das war der Handelshof, in dem ich schon jahrelang nicht mehr einkaufen war. Vor vielen, vielen Jahren, entschied ich mich bei kleineren Läden, Bioläden, Metzgereien einzukaufen. Das führte dazu, dass ich diesen Handelshof schon lange kein Besuch mehr abstattete.

 
Es war etwas voll, also stürze ich mich in das Getümmel und suchte mir meine Sachen zusammen. Nach dem Einkaufen trug ich meine Taschen Richtung Wohnung. „Zufälligerweise“ liegt meine alte Wohnung direkt zwischen dem Handelshof und meiner jetzigen Wohnung. Der Weg war praktisch derselbe. Und vielleicht war es das, was mich an die alten Zeiten plötzlich erinnerte. Ich sah mich förmlich, wie ich in jüngeren Jahren meine Einkäufe zu meiner alten Wohnung schleppte. 

Zu der Zeit hatte ich ja noch keine Ahnung, was es bedeuten würde, sich seiner selbst bewusst zu sein. Damals lebte ich einen „unbewussten“ anderen Alltag, das heißt: Arbeiten, Sport, Freunde und Freizeit. Damals wusste ich noch nichts vom Schöpfer sein, vom Erschaffen und dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen kann und es selbst gestalten kann.


Es fühlte sich plötzlich so an, als ob ich in diese Zeit eingetaucht wäre. Es war eine zähe, feste Energie, die ich wahrnahm. Ich wurde schon fast etwas depressiv. Meine Ziele, meine Vorhaben spielten plötzlich keine Rolle mehr. Es war so, als ob ich diesen Zustand verharre und nicht mehr weiter kommen würde, und es lähmte mich sogar. Die Stimmung war dementsprechend im Keller. Selbst als ich in meiner Wohnung angekommen war, und meine Sachen aufräumte, war dieses Gefühl immer noch da. Es erinnerte mich zu sehr an das Alte ich.

Warum auch immer, habe ich Matthias eine Sprachnachricht hinterlassen, um zu fragen, ob ähnliche Situation kenne. Ich erklärte ihm, wie ich mich grade fühlte und was passiert war. Glücklicherweise kam paar Minuten später die Antwort, er sprach: „Ich weiß zwar nicht, was bei Dir los ist, mir geht jeden falls super. Ich Spiegel dir mal meine gute Laune, vielleicht hilft das ja.“ Im Hintergrund lief coole Mucke, was meine Stimmung schon etwas aufhellte. Wir chatteten noch ein wenig und einem allmählich schien seine Spiegelung der guten Laune bei mir was zu bewirken. Irgendwann machte ich mich wieder ans Programmieren. 

Nach etwa Dreiviertelstunde, das Programmieren hat nicht so geklappt, wie ich mir das dachte, war ich trotzdem wieder voller Elan für meine Ziele und meine Stimmung war sichtlich besser. Ich hätte wieder Freude. Später machte ich noch ein Spaziergang im Naturschutzgebiet und freute mich über meine kommenden Aufgaben, die mich mein Ziel näher bringen würden.

Was genau passiert ist, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Es fühlte sich auf jeden Fall sehr real an, als ob ich wirklich meiner alten Energie begegnet wäre. Natürlich kann es auch sein, dass ich nur durch meine Erinnerung, eine Emotion ausgelöst habe, die dieses Gefühl hervorbrachte. Was ich beobachten konnte und fröhlich zur Kenntnis nahm, war, dass dieser Zustand glücklicherweise nicht lange anhielt. Ich kann mich noch an frühere Situation erinnern, wo diese Gemütszustände durchaus auch mal einen ganzen Tag andauerten.
Was kann ich daraus mitnehmen? Und was könnt ihr daraus mitnehmen?: 

Umgibt euch mit den Menschen, die ihr mögt und die euch durch ihr positives sein euer Gefühlsleben wieder anheben können. Die durch ihrer Worte und ihrer Schwingung, euch an eurer eigentliches, fröhliches Sein erinnert. Danke Matthias! 

Oder nehmt diese Situation einfach wahr. Sie darf da sein, der Zustand darf sein und sei dir gewiss, sie wird auch wieder gehen.

Matthias stellte oft die Frage: Was hast du davon?

Für mich kann ich sagen: Es war im Nachhinein sehr interessant, meine alte Seite zu begegnen. So bin ich dankbar, dass ich in Laufe der Zeit mir immer mehr meiner Selbst bewusst bin, und ich freue mich noch mehr über meine Entwicklungsschritte. Und ich hätte diesen Text nicht schreiben können, suchte ich doch die Woche nach einem neuen Thema…

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