Lädst Du uns auf ein Bier ein?
Lädst Du uns auf ein Bier ein?

Lädst Du uns auf ein Bier ein?

< Das Ablehnungsprogramm. >

Es war an einem sehr warmen Samstag, kurz vor 0 Uhr, als ich von einem sehr tollen Grillabend mit meinen Nachbarn nach Hause kam. Ich war glücklich und fröhlich.

Ich komme also an einem Hauseingang vorbei, welches unweit von meinem liegt, und dort befanden sich zwei Jugendliche.

Einer stand so in der Gegend rum und spielte offenbar mit seinem Handy, der andere lag fast schlummernd im Rasen. Zuerst ging ich dran vorbei, aber dann dachte mir aus einem Impuls heraus, ich frag einfach mal in die Runde: „Geht es Ihm gut?“ und zeigte auf dem vor mir liegenden.

„Ja alles gut, wir warten nur darauf, dass wir in die Wohnung kommen“. – Antwortete der andere. „Habt Ihr den Schlüssel vergessen?“ – Fragte ich. „Nein, wir sind nur schneller hier angekommen, und er andere bei dem wir heute Nächtigen, kommt noch irgendwann nach.“ Ich antwortete „Na dann wünsche ich ein angenehmes Warten“.

Er fragte mich zurück „Hey, wenn Du uns auf ein Bier einlädst, ist es noch angenehmer zu warten“.

– In meinen Erinnerung war es sehr charmant und freundlich rübergekommen. Ich weiß aber ehrlich nicht mehr den genauen Wortlaut . 😉 Weiter im Text:

Was meint Ihr, was in meinem Kopf vorging. Die erste Reaktion war Ablehnung. Ich weiß gar nicht was ich da gedacht habe, ich sagte einfach nur: „Ehm … ich habe aber kein Bier im Kühlschrank“. In dem Moment ist mir dieser Automatismus der Ablehnung bewusst geworden. Eigentlich fand ich in diesem Moment schon cool mit den anderen ein Bier zu trinken und die beiden kennen zu lernen.

Also versuchte ich die Lage noch umzudrehen: „Ich habe aber noch Bier aus dem Keller, das ist wenigsten etwas kühl.“ Von meinem Gefühl her, ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, hat der andere das Nein schon angenommen. Er antwortete mir „Nein ist schon gut, passt schon.“

Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich automatisch dieses Nein schon gesendet und dann auch in meiner Botschaft transportiert habe. Ob er dann mein Vorschlag abgelehnt hat, weil ich das „Nein“ so klar transportiert habe, oder ob es generell nur ein Scherz war, weiß ich nicht. Ich hätte eigentlich gegen eine Verlängerung des Grillabend nichts gehabt. Immerhin freute ich mich, dass es mir zeitnah bewusst geworden ist, was da eigentlich bei mir abgelaufen ist. Eine Fähigkeit des Erkennen, die mir noch mehr dienlich werden sollte.

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