Meine Vision, Mein Projekt
Meine Vision, Mein Projekt

Meine Vision, Mein Projekt

Ganz ehrlich: Wie oft hattest Du in Deinem Leben Dir was vorgenommen, eine Idee oder ein Vorhaben gehabt, wofür Du branntest, sehr überzeugt warst, keine Zweifel aufkommen liest und mit voller Begeisterung Dich an die Umsetzung gemacht hast.
Ich denke an neue Projekte, Jobwechsel, neue Aufgaben oder gar eine grundsätzliche Lebensentscheidung um einen neuen Lebensweg zu beschreiten. Oder ist es das Abnehmen oder wolltest Du mehr Sport machen?
Du erzählst es mit voller Begeisterung und Überzeugung Deiner Familie, Freunden oder Kollegen. Du erwartest vielleicht Zuspruch? Vielleicht hoffst Du auf Bewunderung oder Anerkennung?


Anders wie erwartest, bekommst Du vielleicht Kritik, Ablehnung für Deine Idee oder es kommt gar keine Rückmeldung.
Wie sehr bleibst Du bei Dir? Nimmst Du die Angebote des Umfelds an?

Nimmst Du Dir das Schlechtmachende oder den fehlenden Zuspruch zu herzen? Gehst Du vielleicht in Zweifel betreffend deines Vorhabens oder Entscheidung? Oder pfeifst Du auf Meinung andere und ziehst einfach Dein Ding durch? Wirst Du weiterhin mit Begeisterung und Motivation Dein Vorhaben umsetzten?


An einem eigenen kleinen Beispiel, möchte ich aufzeigen, wie es mir ergangen ist, wie meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, sind und welche Rückschlüsse und Erkenntnisse gezogen habe.

Als ich den Text „England gegen Deutschland, ein Drama in 5 Akten“ schrieb, habe ich dies aus purer Freude heraus gemacht. Ich wollte nichts daraus selbstreflektieren, ich wollte nichts erklären oder anderweitige Intentionen in den Text legen. Als dieser Text fertig war, war ich voll in der Freude und ich war auch stolz darauf, ein Werk über diese Länge verfasst zu haben.
Ich bat Matthias um Korrektur lesen, da mir durchaus bewusst ist, dass ich bei eigenen Texten den Wald vor lauter Bäume nicht sehe. Er machte sich also dankenswerte Weise an den Text.


Es dauerte. Ich schaute oft auf dem Messenger. Da ich ja ich von meinem Text so begeistert war, war es für mich nur logisch, dass auch Matthias mein Werk gut findet. Anders konnte es ja nicht sein.
Er war mit Korrekturlesen fertig. Er gab mir kurz und knapp Bescheid. Er machte keine Aussage, wie er mein tolles Werk findet. Da ich schon etwas Anmerkung haben wollte, fragte ich ihn, wie er es findet. Was zurück kam, war alles andere als das, was ich erwartet habe:


Er wusste gar nicht, was ich eigentlich aussagen möchte. Am Ende hätte er mehr erwartet. Die Zeiten waren durcheinander und einiges mehr.
In einem kurzen Moment war ich getroffen. Ich war beleidigt und dachte mir, wie kann er mein tolles Werk nicht gut finden? Es war wie ein persönlicher Angriff auf mich.

Es wurde mir schnell bewusst. Kam wieder zu mir und versuchte, die Kritik dankend anzunehmen. Ich dachte mir, er will mir ja helfen. Schnell bekam ich die Kurve, verbesserte mein Text und Matthias bestätigte mir, dass der Text sich nun runder liest. Ich habe diesen nun online und freu mich einfach darüber, dass er da ist.
Welche Erkenntnisse habe ich im Kleinen für mich gewinnen können und was habe ich daraus gelernt?:

Lass Dich nicht von der Außenwelt beeinflussen.

In der Situation denke ich gerade an eine passende Übung aus einem Seminar, welches sehr gut erklärt, was ich meine. Wir bilden mit einigen Personen einen Kreis. Ich stand dann in der Mitte. Nun erzählte ich allen meine Vision, meine Schöpfung mein Vorhaben. Dann wandte ich mich zu einer Person, schaute dieser in die Augen. Die andere Person erzählte mir Ihre Gedanken und Meinung zu meiner Vision.

Das ging nun so lange weiter, bis ich alle Personen durch hatte. Die Übung war dabei, sich nicht auf das Gesagte einzulassen. Denn egal ob positives oder negatives Feedback oder ob gar Ratschläge kommen, ich sollte bei mir bleiben. Die Übung war als, die Angebote von außen nicht anzunehmen, sondern an der eigenen Vision festhalten.


Denn wenn wir die Angebote von außen annehmen, ist es nicht mehr unsere Schöpfung. Wir gehen auf Angebot ein und die eigene Wahrhaftigkeit beim Schöpfen geht verloren. Wir beginnen vielleicht an zu zweifeln oder verlieren die Begeisterung und zerstören dadurch unser Erschaffenes selbst.

Ich nehme Kritik noch ab und zu persönlich

(Fast?) Alles ist eine Projektion. Wir entscheiden, wir auf die Situation reagieren. Im ersten Moment war ich beleidigt. Dann erkannte ich, dass Matthias mir nur helfen will. Ich entschied, mich diese Kritik dankend anzunehmen, und freute mich, dass ich nun mit der Kritik mich verbessern kann.


Natürlich steht das etwas im Widerspruch zum ersten genannten Punkt. Ich lass mich ja vom anderem beeinflussen. Trotzdem fühle ich mich durch das Annehmen und durch die Entscheidung, wie ich darauf reagiere, besser und wohler also davor.
Momentan kann ich den scheinbaren Widerspruch nicht auflösen. Vielleicht kommt mir noch die Erkenntnis dazu.

Erwartungen sind nicht gut

Ich habe eine Erwartung auf positives Feedback gehabt. Dies wurde nicht erfüllt und daraus resultierten die negativen Gefühle. Ich hatte die Kritik in falschen Hals bekommen. Wenn ich keine Erwartung gehabt hätte, dann hätte ich es neutral annehmen können.
Da es menschlich ist, Erwartungen zu haben, wird dieses Thema sicherlich mich noch einige Zeit beschäftigen.

Fun Fact: Ich überlege mir, seit dem ich das Erlebnis hatte, mich für ein Schreibseminar anzumelden. Zudem habe ich mir ein Schreibprogramm aus Freude gekauft, denn vielleicht schreibe ich ja bald ein Buch.

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